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Dekompressionskrankheit ist ein Überbegriff für zwei Erkrankungen (Dekompressionskrankheit DCS und arterielle Gasembolie AGE), die während oder nach dem Auftauchen aus dem Tauchen mit Druckgas auftreten können. Blasen gelten als der vermutete primäre Verletzungsfaktor bei beiden Störungen, jedoch sind die jeweiligen Quellen der Blasen unterschiedlich. Bei DCS entstehen Blasen hauptsächlich aus inerten Gasen, die sich während eines Tauchgangs mit Druckgas im Gewebe auflösen. Während und nach dem Aufstieg (‚Dekompression‘) können, wenn der Druck dieses gelösten Gases den Umgebungsdruck übersteigt, kleine Blasen im extravaskulären Raum oder in Gewebeblutgefäßen entstehen, die danach in den venösen Kreislauf übertreten. Bei AGE können, wenn Druckgas während des Aufstiegs in den Lungen eingeschlossen wird, pulmonale Barotrauma Blasen direkt in die Lungenvenen und dann in den systemischen arteriellen Kreislauf einführen. In beiden Fällen können Blasen ischämische, entzündliche und mechanische Verletzungen des Gewebes und ihrer zugehörigen Mikrozirkulation hervorrufen. Während AGE typischerweise mit schlaganfallähnlichen Manifestationen auftritt, die auf eine Beteiligung des Gehirns hinweisen, kann DCS viele Organe einschließlich des Gehirns, des Rückenmarks, des Innenohrs, des musculoskeletal Gewebes, des kardiopulmonalen Systems und der Haut betreffen, und potenzielle Symptome sind sowohl in der Art als auch in der Schwere vielseitig. Diese umfassende Übersicht behandelt die Pathophysiologie, Manifestationen, Prävention und Behandlung beider Störungen.
Simon J Mitchell (Mi,) hat diese Frage untersucht.