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Hintergrund: Beckenbodendysfunktion umfasst Zustände wie Harn- und Stuhlinkontinenz, Beckenorganprolaps und Beckenschmerzen, die die Lebensqualität von Frauen erheblich beeinträchtigen. Trotz der Häufigkeit dieser Erkrankungen haben nur wenige Studien einen qualitativen Ansatz gewählt, um die Wahrnehmungen und Emotionen von Frauen zu diesen Themen zu verstehen. Diese Studie zielt darauf ab, zu ergründen, wie Frauen mit Beckenbodenstörungen ihren Zustand und dessen Auswirkungen auf ihr tägliches Leben wahrnehmen. Methoden: Wir analysierten qualitative Daten aus Interviews mit 160 Frauen, die an Beckenbodendysfunktionen leiden. Mit Hilfe einer induktiven qualitativen Inhaltsanalyse haben wir die Daten systematisch untersucht, um Variationen, Unterschiede und Ähnlichkeiten zu identifizieren. Ergebnisse: Die Analyse offenbarte vier Hauptthemen in den Erzählungen der Frauen: „Physische Auswirkungen“, „Emotionale und psychologische Auswirkungen“, „Soziale und relationale Auswirkungen“ sowie „Auswirkungen auf die sexuelle Gesundheit“, zusammen mit 12 Unterthemen. Die Ergebnisse heben vor allem hervor, wie Beckenbodendysfunktionen die Lebensqualität und das emotionale Wohlbefinden von Frauen negativ beeinflussen, Angst und Unsicherheit in den täglichen Aktivitäten hervorrufen, verstärkt durch Schlafstörungen und sexuelle Dysfunktion. Schlussfolgerungen: Frauen, die mit Beckenbodendysfunktion leben, stehen vor vielfältigen Herausforderungen, die verschiedene Aspekte ihres Lebens negativ beeinflussen und ihre allgemeine Lebensqualität mindern. Dazu gehören erhebliche Auswirkungen auf Schlaf, körperliche und sexuelle Aktivitäten. Allerdings berichten nicht alle betroffenen Frauen von diesen Problemen, oft aus Angst vor Stigmatisierung, und entscheiden sich stattdessen, ihre Kämpfe zu verbergen, um den Anschein von Normalität zu wahren.
Rodríguez‐Almagro et al. (2024) haben diese Frage untersucht.
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