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Wie die aktuellen Kontroversen über europäische Einwanderer und die Flüchtlings ‘Krise’, die in Brexit gipfelten, zeigen, war der Kampf der Labour-Partei, ihre internationalistischen Prinzipien mit der politischen Verwaltung in Einklang zu bringen, ein ständiges Thema in der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik der Partei. Dieser Artikel platziert die Diskussion der Labour-Partei über das Ausländergesetz von 1919 im Kontext des Nachkriegs-Internationalismus und behauptet, dass der Wandel vom vor dem Krieg vertretenen liberalen britischen Tradition hin zu internationalistischen Anliegen sowohl die sozialistische Proklamation der Labour-Partei als auch den liberalen Internationalismus der damaligen Zeit widerspiegelte. Das Ausländergesetz von 1919 wurde als Beispiel für egoistischen Nationalismus angesehen, der wahrscheinlich den internationalen Frieden und die Solidarität der Arbeiter untergraben würde. Gleichzeitig bemühte sich die Labour-Partei jedoch auch, den Verdacht auszuräumen, dass die Befürwortung der freien Einwanderung bedeuten könnte – dass die Partei Ausländer über Briten priorisierte – indem sie Internationalismus mit Patriotismus versöhnte. Indem sie insistierten, dass wahrer Internationalismus auf der Liebe zum eigenen Heimatland basieren müsse, gaben die Politiker der Labour-Partei ihre patriotischen und nationalen Ansprüche nicht auf und akzeptierten, dass ein Staat in Zeiten nationaler Schwierigkeiten den Zufluss von Ausländern einschränken könnte.
Eunjae Park (Mo.) untersuchte diese Frage.