Key points are not available for this paper at this time.
Dansgaard-Oeschger (DO) Ereignisse sind ein dominanter Modus der jahrtausendskaligen Klimavariabilität während der letzten glazialen Periode. Während die Einflüsse der DO-Ereignisse in der Nordatlantikregion am ausgeprägtesten sind, sind ihre Auswirkungen auch im globalen Maßstab nachweisbar. In der Antarktis manifestiert sich ihr Einfluss hauptsächlich als gedämpfte und anti-phasierte Reaktion, die durch den bipolaren Wippmechanismus erklärt werden kann. Das Eisbohrkernarchiv offenbarte jedoch eine zusätzliche in-phase Komponente, die auf die Präsenz atmosphärischer Televerbindungen hindeutet. Hier untersuchen wir die Ausbreitung von DO-Typ-Signalen vom Nordatlantik zur Südhalbkugel in einer Reihe von Simulationen mit dem allgemeinen Zirkulationsmodell HadCM3, einschließlich eines isotopengestützten Laufs. Die Simulationen zeigen spontane DO-Typ-Oszillationen unter glazialen Randbedingungen, die es erlauben, das Timing und die Wechselwirkungen atmosphärischer und ozeanischer Prozesse unter einem kontinuierlich variierenden Hintergrundzustand zu untersuchen. Im Einklang mit dem Eisbohrkernarchiv finden wir eine gedämpfte und anti-phasierte Temperaturreaktion über der Antarktis, die dem Nordatlantik um etwa 300 Jahre verzögert ist, und globale Muster der Meerestemperatur, die mit dem bipolaren Wippmechanismus übereinstimmen. Zusätzlich identifizieren wir einen robusten Modus der Südhalbkugel, der in Phase mit dem Nordatlantik steht. Dieser Modus ist mit Hydroklimaveränderungen im tropischen Pazifik verbunden, die die atmosphärische Zirkulation der Südhalbkugel modulieren und damit die Temperaturen in der Antarktis beeinflussen. Auffällig ist, dass das dominante jahrtausendskalige Zirkulationsmuster zonale Asymmetrien aufweist, die sich nicht mit den führenden Moden der interannualen Variabilität decken. Vorläufige Analysen zeigen eine gute Übereinstimmung der simulierten jahrtausendskaligen Variabilität in Sauerstoffisotopen mit einer globalen Zusammenstellung von Speläothem- und Eisbohrkernaufzeichnungen.
Trombini et al. (Freitag) haben diese Frage untersucht.