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Zusammenfassung Was war kolonial an der kolonialen Druckkultur? Durch die Analyse der sozialen und materiellen Dimensionen des Drucks – seiner Praktiken, Gemeinschaften, Netzwerke und Technologien – untersucht unsere Sonderausgabe, ob und wie der Kolonialismus die spezifischen Druckkulturen prägte, die in unterschiedlichen geografischen und zeitlichen Kontexten entstanden. Dabei leisten wir einen umfassenden Beitrag zur Debatte über den Druck, die in den letzten Jahrzehnten teleologische Erzählungen über die Verknüpfung von globaler Moderne mit der Verbreitung des europäischen Druckens aufgelöst hat. Die Beiträger argumentieren dafür, die Geschichte des Drucks und der Öffentlichkeit im Rahmen der vergleichenden Sozialanalyse zu situieren, anstatt sie ausschließlich in der Buch-, Kultur- oder Ideengeschichte zu verankern. Indem sie die Materialität des Druckens und die praktischen „Taktiken“ der Produktion und Verbreitung betrachten, zeigen die Beiträger nicht nur die breite Palette sozialer Akteure auf, die zur Gestaltung der Verwendungen und Bedeutungen des Drucks beitrugen – darunter koloniale und postkoloniale Beamte und Journalisten sowie Hersteller, Handwerker, Händler und Sammler –, sondern identifizieren auch übersehene Verbindungen innerhalb und zwischen Regionen, die Praktiker und Leser verbanden, die in unterschiedlichen kolonialen und postkolonialen Kontexten verwurzelt waren. Anstatt einen linearen Weg zur Massenproduktion oder einer homogenisierten globalen Druckindustrie zu skizzieren, heben die Aufsätze die zeitlichen Asymmetrien des kolonialen Drucks sowie die politischen und wirtschaftlichen Kräfte und menschlichen Akteure hervor, die die spezifischen regionalen und lokalen Trajektorien des Drucks prägten.
Prasad et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.
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