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Dieses Papier betrachtet die prägenden Jahre von Manfredo Tafuri in Rom, zunächst als Mitglied der Studentengruppe ASeA, dann als Gründer des AUA-Studios. Rom war damals ein Ort intensiver Debatten. Diskussionen fanden größtenteils außerhalb der rückschrittlichen Architekturschule statt, sondern im Kontext des Netzwerks von Verbänden und Fachfirmen in der Region. In diesem leidenschaftlichen kulturellen Klima trat Tafuri zunächst als Designer und Wissenschaftler auf, dann als außergewöhnlicher Architekturkritiker, bis er 1964 beschloss, das Entwerfen ganz aufzugeben und sich völlig der Geschichte zu widmen. Manfredo Tafuris römische Jahre wurden durch seine Schriften und Projekte, die er als Mitglied von Forschungsgruppen durchgeführt hat — zusammen mit den Berichten einiger seiner Kollegen und Reisegefährten — analysiert. Ziel ist es, die Organisation des AUA-Büros, Tafuris Rolle darin und die Gründe für seine letztendliche Weigerung, Architektur zu praktizieren, zu vertiefen.
Lina Malfona (Sat,) hat diese Frage untersucht.