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Die selektive Holzernte ist für etwa 50 % der vom Menschen verursachten Störungen in tropischen Wäldern verantwortlich. Das Ausmaß der Störungen durch die Holzernte auf die Struktur der Wälder variiert stark und ist mit einer Vielzahl von Auswirkungen auf das Mikroklima des Waldes verbunden. Es ist jedoch nach wie vor unklar, wie sich Veränderungen in der räumlichen Anordnung der Vegetation, die durch selektive Holzernte entstehen, auf die Fähigkeit der Wälder auswirken, großflächige Klimavariabilität (d. h. Makroklima) abzufedern. In dieser Studie verwendeten wir Hunderte von terrestrischen LiDAR-Messungen in tropischen Wäldern in Malaysien, um die Auswirkungen der Holzernte auf die Strukturmerkmale des Blätterdachs zu quantifizieren, indem wir einen Raum- für-Zeit-Ansatz anwendeten. Diese Informationen wurden mit lokal gemessenen Mikroklimatemperaturen des Waldbodens kombiniert, um zu bewerten, wie sich die Störungen durch die Holzernte auf die Fähigkeit tropischer Wälder auswirken, die Makroklimavariabilität abzufedern. Wir fanden heraus, dass stark geschädigte Wälder etwa 12 m kürzer waren und eine um 65 % geringere Pflanzenflächendichte als unberührte Wälder aufwiesen, wobei der größte Teil des Pflanzenmaterials in den ersten 10 m über dem Boden verteilt war. Stark geschädigte Wälder waren im Durchschnitt 1,5 °C wärmer als unberührte Wälder. Noch auffälliger ist, dass subtile Veränderungen in der Waldstruktur ausreichten, um die Kühlkapazität der Wälder an extrem warmen Tagen (z. B. Anomalien > 2σ) zu reduzieren, während die Temperaturen im Unterholz stark geschädigter Wälder oft wärmer waren als das Makroklima unter denselben Bedingungen. Unsere Ergebnisse zeigen somit, dass die selektive Holzernte mit erheblichen Änderungen des Feinstufigen Temperaturregimes des Unterholzes verbunden ist. Daher wird es entscheidend sein, die Störungen durch Holzernte zu mildern und zu verwalten, um Nischen und thermische Grenzen in tropischen Wäldern in Zukunft zu erhalten.
Santos et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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