Gegenstand dieser Forschung ist das dramatische Erbe von Roman Kumov (1883–1919). Zum ersten Mal wird in der wissenschaftlichen Literatur ein Überblick über seine dramatischen Werke von 1908 bis 1916 gegeben und ihre Rolle in der schöpferischen Biografie des Schriftstellers bestimmt. Das Drama "Das Ende der Familie Korostomyslov", das als bestes Stück des Jahres 1916 beim Allrussischen Wettbewerb von Alexander Ostrovsky anerkannt wurde, wird ausführlich analysiert. Das Stück zeigt, wie die biblischen Motive, die dem Drama zugrunde liegen (die Brudermordgeschichte von Kain, das Malzeichen Kains), auf die Schicksale der Figuren projiziert werden, und offenbart außerdem Motive und Handlungsparallelen zu den Dramen von Alexander Ostrovsky, den Romanen von Fyodor Dostoevsky sowie den späteren Werken von Leo Tolstoy. Der Artikel untersucht die charakteristischen Merkmale der Hauptfiguren im Drama sowie die moralischen und religiösen Konflikte, die zum tragischen Untergang einer alten Kaufmannsfamilie beitrugen. Zudem enthält der Artikel die erste Veröffentlichung von Kumovs Erinnerungen an Komissarzhevskaya, die im Institut für russische Literatur der Russischen Akademie der Wissenschaften (Puschkin-Haus) aufbewahrt werden. Diese Erinnerungen wurden kurz nach dem Tod der großen Schauspielerin verfasst. Der Memoirenschreiber beschrieb ihre Reaktionen auf seine ersten Stücke, die am Komissarzhevskaya-Dramatheater aufgeführt wurden, und lieferte einen detaillierten Bericht über ihre Begegnungen und Gespräche mit ihm 1908–1909 in Moskau. Kumov gab nahezu wortwörtlich die Meinungen der Schauspielerin zu Theaterästhetik, zeitgenössischen Dramatikern, Tschechow und den Figuren, die sie auf der Bühne ihres Theaters sehen wollte, wieder. Diese Begegnungen mit Komissarzhevskaya hatten einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung von Kumovs schöpferischer Persönlichkeit und seine Entwicklung als Dramatiker.
Goldenberg et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.
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