Zusammenfassung Dieser Artikel untersucht die historischen Ursprünge, die qur’anische Anleitung und die zeitgenössischen Interpretationen des Hijabs (Schleier) im Islam und stellt ihn in einen umfassenderen globalen und interkulturellen Kontext. Das Verschleiern existierte schon vor dem Islam und tauchte in alten mesopotamischen, griechischen und persischen Gesellschaften sowie im vorislamischen Arabien, in christlichen Traditionen und in hinduistischen Praktiken in Südasien auf, wo es als Zeichen des sozialen Rangs, der moralischen Angemessenheit oder der kulturellen Identität diente (Lewis, 1994; Sanders, 2014). Der Islam verwandelte diese Praxis in ein universelles ethisches und spirituelles Prinzip, das die Bescheidenheit auf alle Gläubigen ausdehnte, Kleidung mit Gottesbewusstsein (taqwa) verband und die Absicht (niyyah) über bloße Erscheinung stellte (Abdel Haleem, 2010). Der Qur'an legt Prinzipien statt starrer Muster fest und verwendet Begriffe wie khumur (Kopfbedeckungen) und jalabib (Außengewänder), um bescheidene Kleidung zu leiten und Würde sowie ethisches Verhalten zu fördern. Moderne Interpretationen betonen oft Mode, kulturelles Branding oder politischen Symbolismus, wodurch die ethische Absicht in den Hintergrund treten kann (El Guindi, 1999; BBC, 2021). Diese Studie verbindet historische, schriftliche und zeitgenössische Perspektiven, um ein global zugängliches Verständnis des Hijabs als prinzipielle, absichtsorientierte Praxis zu bieten und fordert einen Diskurs, der moralische Verantwortung und spirituelle Integrität über Stil oder Durchsetzung stellt.
Iftikhar Ahmad (Fr,) hat diese Frage untersucht.
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