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Hintergrund und Ziele Die Kategorisierung älterer Erwachsener nach ihren Medikamenten und Überzeugungen zum Deprescribing kann eine maßgeschneiderte Kommunikation und gemeinsame Entscheidungsfindung unterstützen. Unser Ziel war es, latente Klassen von Patienten mithilfe der Patient Deprescribing Typology zu identifizieren. Forschungsdesign und Methoden Diese Querschnittsstudie nutzte Umfrageantworten von 1.131 Hausarztpatienten (≥65 Jahre, ≥5 Medikamente) in 14 Ländern zwischen Mai 2022 und Dezember 2023. Eine latente Klassenanalyse wurde unter Verwendung der 4-Elemente Patient Deprescribing Typology durchgeführt, die die Ansichten älterer Erwachsener zur Medikamentenbedeutung, den Lernstilen, den Entscheidungspräferenzen und den Einstellungen zum Absetzen von Medikamenten erfasst. Ein multinomiales Logit-Modell wurde verwendet, um die latenten Klassen zu vergleichen. Ergebnisse Unter den 1.131 Teilnehmern waren 55.2% (n = 624) weiblich, und im Durchschnitt nahmen die Teilnehmer sieben reguläre Medikamente (SD = 2.3). Es wurden drei latente Klassen identifiziert: (1) Würden das Deprescribing in Betracht ziehen (n = 760, 67.2%), (2) Anhänglich an Medikamenten (n = 249, 22.0%), und (3) Überlassen die Entscheidungsfindung anderen (n = 122, 10.8%). Im Vergleich zu den Teilnehmern, die das Deprescribing in Betracht ziehen würden, waren diejenigen, die an Medikamenten hingen, signifikant weniger geneigt, eines ihrer spezifischen Medikamente abzusetzen (OR = 0.04, 95% CI 0.02–0.09, p 0.001). Teilnehmer, die die Entscheidungsfindung anderen überlassen, berichteten von geringerer Vertrauenswürdigkeit in ihren Hausarzt (OR = 0.47, 95% CI 0.32–0.67). Diskussion und Implikationen Während die meisten Teilnehmer Offenheit für das Deprescribing äußerten, variierten ihre Präferenzen für Informationsquellen, die wahrgenommene Medikamentenbedeutung und die Rollen bei der Entscheidungsfindung. Unsere Ergebnisse heben die Notwendigkeit hervor, die Unterschiede der Patienten in den Einstellungen zum Deprescribing zu berücksichtigen. Typologien bieten eine praktische Grundlage für eine personalisierte Kommunikation und patientenzentrierte Interventionen.
Weir et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.