Zusammenfassung Dieser Artikel untersucht die semantische und politische Entwicklung der königlichen Titel in Frankreich von der Merowingerzeit bis zur Französischen Revolution. Durch die Analyse originaler königlicher Siegel und das Vermeiden interpretativer Verzerrungen durch spätere Kopien und Übersetzungen identifiziert die Studie den ersten Monarchen, der den Titel „roi de France“ im volkstümlichen Französisch annimmt. Es wird argumentiert, dass Titeländerungen politische Regimewechsel und nicht sprachliche Trends widerspiegeln. Der Artikel schlägt den 24. April 1617, den Tag von Louis XIII’s Coup de Majesté, als symbolische Geburtsstunde des modernen französischen Staates vor.
Jérôme Boyon (Sa,) untersuchte diese Frage.