Hintergrund und Ziele: Lungenkrebs bei Nichtrauchern (LCINS) ist ein bedeutendes globales Gesundheitsproblem und die fünft häufigste Todesursache im Zusammenhang mit Krebs. Im Gegensatz zu rauchbedingtem Lungenkrebs entsteht LCINS aus komplexen Wechselwirkungen zwischen umweltbedingten Karzinogenen und spezifischen genomischen Alterationen. Diese Übersicht fasst die aktuellen Erkenntnisse über Umwelt-Risiken, molekulare Merkmale und therapeutische Fortschritte zusammen, die das Management von Lungenkrebs prägen. Methoden: Es wurde eine narrative Übersicht erstellt, um Risikofaktoren für Lungenkrebs bei Nichtrauchern zu untersuchen. Studien, die Treibermutationen bei Nichtrauchern und Rauchern berichteten, wurden über die wichtigsten histologischen Subtypen von Lungenkrebs hinweg identifiziert, einschließlich kleinzelligem Lungenkrebs (SCLC), Lungenadenokarzinom (LUAD), Plattenepithelkarzinom (SCC) und großzelligem Karzinom (LCC). Darüber hinaus wurde PubMed nach Phase-III-Studien und Studien zu zielgerichteten Therapien, die mit Treibermutationen in Zusammenhang stehen und zwischen 2016 und 2025 veröffentlicht wurden, durchsucht. Ergebnisse: Umweltfaktoren wie Rauch von Speiseölen, Radon, Asbest, Arsen und feine Partikel (PM2.5) sind stark mit LCINS assoziiert durch oxidativen Stress, DNA-Schäden und chronische Entzündungen. Mutationen in EGFR, PIK3CA, OS9, MET und STK11 sind charakteristisch für Nichtraucher, im Gegensatz zu TP53-Mutationen, die häufiger bei Rauchern auftreten. Jüngste Fortschritte in der zielgerichteten Therapie und Immuntherapie haben das Überleben und die Lebensqualität verbessert und betonen die Bedeutung der molekularen Profilierung für die Auswahl der Behandlung. Fazit: LCINS stellt eine distinct klinische und molekulare Entität dar, die durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Umweltexpositionen und genetischer Anfälligkeit geprägt ist. Genetische Alterationen fördern die Tumorimmun-Evasion, was die Krebsentwicklung und -progression erleichtert. Fortlaufende Fortschritte in der Luftqualitätskontrolle, molekularen Diagnostik und Präzisionstherapien sind entscheidend für die Prävention, die frühzeitige Erkennung und die Verringerung der globalen Krankheitslast.
Chen et al. (2026) haben diese Frage studiert.