Der vorliegende Artikel befasst sich mit der Darstellung von Polens Unabhängigkeitsringen in der norwegischen Literatur zwischen 1814 und 1905. Der Fokus liegt hierbei auf den politischen und historischen Narrativen, die in den norwegischen lyrischen Texten des sogenannten ImagiNation-Korpus verankert sind. Mithilfe traditioneller qualitativer Methoden sowie quantitativer Ansätze aus den Digital Humanities wird aufgezeigt, wie der polnische Freiheitskampf bei der nationalen Identitätsbildung Norwegens auf Resonanz traf. Durch Analysen von Gedichten über Polens Aufstände und Figuren wie Emilia Plater, Tadeusz Kościuszko und den russischen Zaren erforscht die Studie, wie norwegische Dichterᵢnnen Polens Leid und Resilienz als Metapher für breitere Themen wie Freiheit, Gerechtigkeit und Widerstand nutzten und welchen Einfluss diese Narrative auf die sich herausbildende norwegi-sche Nationalidentität genommen haben könnten.
Karolina Drozdowska (Thu,) studied this question.