Zusammenfassung Die deutsche Automobilindustrie befindet sich in einem krisenhaften Transformationsprozess. Der Beitrag deutet diesen als Teil eines Paradigmenwechsels zur Informationsökonomie, der eine grundlegende Neuausrichtung von Geschäftsmodellen, Wertschöpfungsbeziehungen und Arbeitskonzepten erfordert. Am Beispiel des Volkswagen-Konzerns wird gezeigt, wie der Versuch, mit der Softwareeinheit Cariad den Wandel zur „Software-enabled Car Company“ zu gestalten, an den Deutungsmustern, Strukturen und Routinen des alten industriellen Paradigmas scheiterte. Dieses Scheitern erweist sich als exemplarisch für die Schwierigkeiten etablierter Konzerne, Wertschöpfung in der Logik der Informationsökonomie zu konzipieren. Die Analyse macht deutlich, dass die Zukunftsfähigkeit des Innovationsstandorts Deutschland davon abhängt, ob es gelingt, den Paradigmenwechsel erfolgreich zu bewältigen.
Boes et al. (Sat,) studied this question.
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