Dieses Papier untersucht den begrenzten Erfolg von Übergängen im Energiesystem im Iran, indem die Interaktionen zwischen Institutionen für erneuerbare Energien, Organisationen und Einzelpersonen analysiert werden. Während sich die meisten Literatur auf erfolgreiche Nachhaltigkeitsübergänge konzentriert, wird den Misserfolgen wenig Aufmerksamkeit geschenkt, insbesondere in fossilreichen Entwicklungsländern wie dem Iran, die einzigartige sozioökonomische und politische Herausforderungen bei der Diversifizierung der Energiequellen haben. Mithilfe eines Ansatzes der Grounded Theory stützt sich diese Studie auf qualitative Interviews mit öffentlichen Organisationen, Investoren in erneuerbare Energien und die Analyse von politischen Dokumenten. Die Ergebnisse zeigen wichtige Barrieren auf, einschließlich der geschwächten Glaubwürdigkeit der Politiken für erneuerbare Energien, der mangelnden Anerkennung von Nachhaltigkeit durch Entscheidungsträger und dem Fehlen adaptiver Geschäftsmodelle, die Autonomie und Flexibilität fördern. Darüber hinaus wird die Energie sicherheitskrise im Iran als Risiko für die politische und soziale Stabilität sowie als potenzieller Katalysator für einen Perspektivwechsel hin zur Nachhaltigkeit untersucht. Die Studie hebt den dringenden Bedarf an Governance-Reformen, integrativen politischen Rahmenbedingungen und einem tieferen Verständnis der gesellschaftlichen Aspekte von Energieübergängen hervor.
Leila Aghlimoghadam (Fri,) studierte diese Frage.