Zusammenfassung: Das myelodysplastische Syndrom (MDS) ist eine klonale Erkrankung der hämatopoetischen Stammzellen, die durch ineffektive Hämatopoese und periphere Zytopenien gekennzeichnet ist. Neueste Studien legen eine Assoziation zwischen Autoimmunerkrankungen (AIDs) und MDS nahe, obwohl die genaue Natur dieses Zusammenhangs ungewiss bleibt. Diese Übersichtsarbeit untersucht potenzielle zugrunde liegende Mechanismen, insbesondere die Beteiligung von Immunregulationsstörungen, mit einem Fokus auf Interleukin-6. Darüber hinaus wird die Rolle immun-suppressiver Behandlungen wie Methotrexat in der Entwicklung von MDS erörtert. Wenn bei Patienten mit AID refraktäre Zytopenie auftritt, ist es entscheidend, die Diagnose MDS in Betracht zu ziehen, um das Patientenmanagement zu optimieren. Ein besseres Verständnis dieser Beziehung könnte sowohl die Prognose als auch die Behandlungsansätze verbessern.
Aznag et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.