Die statistische Verteilung der nichttrivialen Nullstellen der Riemannschen Zeta-Funktion wird allgemein als der Gaussian Unitary Ensemble (GUE) folgend angesehen. Diese Beobachtung hat historisch dynamische, spektrale oder operatorbasierte Interpretationen motiviert, besonders durch das Hilbert–Pólya-Programm und Analogien zur Quantenchaos. In einer vorherigen Arbeit führten wir das Konzept der arithmetischen Holonomie als ein nicht-dynamisches Erklärungsprinzip für das Auftreten von GUE-Statistiken ein, ohne ein zugrundeliegendes Hamiltonian oder zeitliche Evolution zu invoking. In diesem Artikel argumentieren wir, dass die arithmetische Holonomie selbst nicht als fundamental betrachtet werden kann. Wir zeigen, dass jede zulässige Erklärung von GUE-Statistiken eine minimale Menge struktureller Einschränkungen erfüllen muss: intrinsische Positivität, exakte Selbstdualität, Universalisierung über L-Funktionen und Abwesenheit kontinuierlicher Deformation. Diese Einschränkungen schließen alle bekannten dynamischen, spektralen, probabilistischen und geometrischen Konstruktionen aus. Wir schließen, dass, falls eine zugrunde liegende Struktur überhaupt existiert, sie kanonisch, nicht-dynamisch und zeitlos sein muss. In diesem Rahmen werden GUE-Statistiken nicht als Beweis für Chaos oder Zufälligkeit interpretiert, sondern als universelles Zeichen maximaler Starrheit.
Laurent Danion (Thu,) untersuchte diese Frage.