Zusammenfassung Hintergrund Die Lichtexposition über 24 Stunden ist ein modifizierender Umwelteinfluss auf die menschliche Physiologie und das Verhalten mit erheblichen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden, dennoch fehlt es in diesem Bereich an koordinierten Forschungsinfrastrukturen, standardisierten Methoden und Translationwegen. Methoden Um dies anzugehen, veranstalteten wir einen multidisziplinären Konsens-Workshop und einen Expertenkonsultationsprozess mit 13 Experten aus den Bereichen Akademia, öffentliche Gesundheit, Strahlenschutz und Arbeitsschutzinstitutionen. Ziel war es, zentrale Forschungslücken zu identifizieren und Prioritätsbereiche zu definieren, um zukünftige Arbeiten zu leiten. Ergebnisse Durch ein persönliches und hybrides Treffen, gefolgt von iterativer Verfeinerung und Feedback, identifizierten wir neun kritische Lücken: (1) Mangel an standardisierten Messinstrumenten, (2) unzureichende Infrastrukturen zur Schätzung der Exposition, (3) inkonsistente Beschreibungen und Metriken, (4) Fehlen von Ergebnissstandards, (5) begrenzte Dosis-Wirkungs-Beweise über das Labor hinaus, (6) unzureichende Daten zur Wirksamkeit von Interventionen, (7) unzureichende Charakterisierung von global repräsentativen und vulnerablen Populationen, (8) fragmentierte Datenharmonisierung und (9) begrenzte Integration in öffentliche Gesundheitsrahmen. Um diese Lücken zu schließen, schlagen wir 11 Forschungsprioritätsbereiche vor, die Messung, Methodik, Dateninfrastruktur, Ethik und Implementierung sowie vier Kapazitätsaufbauprioritäten umfassen. Schlussfolgerungen Diese Agenda bietet eine strategische Grundlage für den Aufbau eines integrierten und evidenzbasierten Ansatzes zur Untersuchung und zum Verständnis der Lichtexposition als Gesundheitsdeterminante.
Spitschan et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.