Frühzeitige Untersuchungen auf Brust- und Gebärmutterhalskrebs verringern die Sterblichkeit erheblich, dennoch bleibt die Inanspruchnahme suboptimal, und die Wirksamkeit von Interventionen variiert zwischen Bevölkerungsgruppen und Kontexten. Diese systematische Überprüfung wendet das Intervention Ladder-Rahmenwerk an, um Interventionen nach ihrem Grad der Invasivität zu klassifizieren und ihre Wirksamkeit bei der Erhöhung der Inanspruchnahme zu bewerten. Fünf Datenbanken (PubMed, Web of Science, EMBASE, Cochrane Library, SCOPUS) wurden nach Artikeln durchsucht, die von 2004 bis Oktober 2024 veröffentlicht wurden, wobei Begriffe im Zusammenhang mit Krebsvorsorge, Inanspruchnahme und Verhaltensinterventionen verwendet wurden. Studien wurden einbezogen, wenn es sich um randomisierte oder cluster-randomisierte Trials handelte, die sich an unteruntersuchten Frauen (niemals untersucht, überfällig oder Nicht-Responder) richteten. Von 2.981 identifizierten Datensätzen wurden 240 Volltexte überprüft, und 91 Studien erfüllten die Einschlusskriterien. Aufgrund der hohen Heterogenität in den Interventionstypen, Bevölkerungsgruppen und Ergebnisberichten wurde eine narrative Synthese durchgeführt. Die Inanspruchnahme von Screenings wurde als prozentuale Veränderung zusammengefasst. Die Ergebnisse zeigten, dass niedrigintensive Strategien, die die individuelle Autonomie unterstützen, wie beispielsweise zugesandte Erinnerungen oder Selbstentnahme-Kits, durchweg wirksam waren. Im Gegensatz dazu wurden invasivere Interventionen selten umgesetzt und zeigten keinen klaren zusätzlichen Nutzen. Diese Ergebnisse heben den Wert ethisch angemessener, zugänglicher Strategien zur Förderung der Teilnahme an Krebsvorsorgeuntersuchungen hervor.
Dou et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.