Zusammenfassung Im Kontext des demografischen Wandels, der steigenden langfristigen Pflegebedarfe und der Einschränkungen bei den Sozialausgaben übernehmen informelle Pflegekräfte eine zentrale Rolle als Anbieter von Langzeitpflege. Diese systematische Überprüfung fasst berichtete Daten über die vielfältigen Unterstützungsrichtlinien zusammen, die in der Europäischen Union (EU) zur Unterstützung dieser Menschen umgesetzt werden. Erkenntnisse aus 35 Studien und Berichten, die zwischen 2011 und 2025 veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass trotz ähnlicher demografischer Herausforderungen die Politiken erheblich divergieren. Einige EU-Länder haben Mechanismen jenseits finanzieller Unterstützung etabliert, um Pflegekräfte zu unterstützen, während andere, insbesondere die in Ost- und Südeuropa, weniger umfassende Unterstützung bieten. Während die Rahmenbedingungen der Defamialisierung (nordisch), des unterstützten Familialismus (kontinental) und des familialistischen Default (Südeuropa und Osteuropa) eine nützliche analytische Linse für unsere Ergebnisse bieten, identifiziert die Überprüfung auch signifikante Heterogenitäten innerhalb der Wohlfahrtsregime und sogar innerhalb der Länder, die oft durch Dezentralisierung und regionale Unterschiede getrieben werden. In allen Modellen sind finanzielle Unterstützungsprogramme über Geld-gegen-Pflege-Schemata und Sachleistungen die häufigsten Instrumente, wobei ihre Großzügigkeit und umfassende Natur erheblich variieren. Im Gegensatz dazu sind Politiken wie Schulungen, Beratung und flexible Arbeitsgarantien weniger entwickelt, wobei ihre Verfügbarkeit und Zugänglichkeit jedoch erheblich innerhalb der EU variiert. Darüber hinaus identifiziert die Überprüfung kritische Lücken in der geografischen Abdeckung der bestehenden Literatur, wobei bestimmte südliche und östliche EU-Länder besonders wenig untersucht sind. Die synthetisierten Beweise bieten wichtige Implikationen für die Politikgestaltung und kartieren umfassend die Umsetzung vielfältiger sozialer Pflegepolitiken, wie sie in der internationalen Literatur berichtet werden.
Bei et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.