Zusammenfassung Interartspeziesinteraktionen können die Physiologie konkurrierender Arten beeinflussen und deren langfristige evolutionäre Trajektorien gestalten. Obwohl die Rolle der interspezifischen Konkurrenz in der Dynamik von Gemeinschaften gut dokumentiert ist, ist ihr Einfluss auf evolutionäre Ergebnisse und Mechanismen weniger erforscht. Hier untersuchen wir, wie interspezifische Konkurrenz die Entwicklung der Antibiotikaresistenz beim Darmpathogen Salmonella enterica innerhalb synthetischer mikrobieller Gemeinschaften beeinflusst. Insbesondere analysieren wir, wie die Anwesenheit eines interspezifischen Konkurrenten, Escherichia coli, die Resistenzevolution bei niedrigen Streptomycinkonzentrationen moduliert. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die interspezifische Konkurrenz zur Selektion von S. enterica-Mutanten mit höheren Resistenzniveaus führt, indem die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass Resistenzmutationen akkumuliert werden, die einer Trajektorie negativer Fitness-Epistasie folgen. Wir zeigen, dass dieser Effekt durch die verstärkte Expression des kryptischen Aminoglykosid-Transferase-Gens (aadA) hervorgerufen wird. Unsere Studie verknüpft somit die Entwicklung der Antibiotikaresistenz mit wettbewerbsbedingten physiologischen Veränderungen und betont das Zusammenspiel zwischen interspezifischer Interaktion und Anpassung an Umweltbedingungen.
Muzafar et al. (Di.) untersuchten diese Frage.