Zusammenfassung Da Papierwörterbücher, digitale Nachschlagewerke, Maschinenübersetzungssysteme und aufkommende KI-basierte Sprachtools zunehmend koexistieren, besteht die Notwendigkeit, zu überprüfen, wie Nutzer diese Ressourcen bewerten und welche Art von lexikografischer Unterstützung sie jetzt benötigen. Diese Studie basiert auf Nutzerbewertungen und Fragebogendaten von über eintausend chinesischen Lernenden der fortgeschrittenen Englischkenntnisse und zeigt, dass traditionelle Papier- und digitale Wörterbücher von den meisten dieser Nutzer nicht mehr als ausreichend für viele ihrer realen Aufgaben angesehen werden. Stattdessen äußern sie eine wachsende Nachfrage nach anpassungsfähigeren und kontextspezifischen Formen der lexikalischen Unterstützung. Über Definitionen hinaus erwarten sie Unterstützung bei authentischer Verwendung, genre- und domänenspezifischer Terminologie sowie kulturell reichen Sprachbedürfnissen. Die Ergebnisse deuten außerdem darauf hin, dass die neuesten KI-Technologien die lexikografische Praxis neu gestalten könnten, was Fragen zur zukünftigen Reichweite der Lexikografie und zur Rolle der Lexikografen aufwirft.
Han et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.