Diese randomisierte kontrollierte Studie bewertete die Wirksamkeit einer internetbasierten digitalen Erzählintervention (DST) auf das Wissen über Depressionen, Stigmatisierung und Hilfe-suchende Einstellungen bei Erstsemester-Universitätsstudenten. Insgesamt wurden 261 Studenten (63,6 % Frauen, Mage = 19,8) zufällig der DST-Interventionsgruppe (n = 119) oder einer Kontrollgruppe (n = 142) zugeteilt. Die Intervention bestand aus fünf kurzen, narrativ basierten Videos, die Erfahrungen mit Depressionen darstellten und über einen Zeitraum von vier Wochen angesehen wurden. Selbstbericht-Messungen des Wissens über Depressionen, Stigmatisierung, soziale Stigmatisierung hinsichtlich Hilfe-suchenden und Einstellungen zur Suche nach psychologischer Hilfe wurden zu Beginn, nach dem Test und drei Monate nach der Intervention erfasst. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigte die Interventionsgruppe signifikante Verbesserungen im Wissen über Depressionen (η 2 p = 0,03) und in den Hilfe-suchenden Einstellungen (η 2 p = 0,04), wobei die Effekte beim Follow-up aufrechterhalten wurden. Es wurden keine signifikanten Effekte auf die Reduzierung der allgemeinen Stigmatisierung oder der wahrgenommenen sozialen Stigmatisierung festgestellt. Explorative Analysen zeigten, dass Zunahmen im Wissen über Depressionen mit positiveren Einstellungen zur professionellen Hilfe verbunden waren. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass internetbasierte digitale Erzählungen effektiv das Wissen über Depressionen erhöhen und die Absichten zur Hilfe-Suche bei Erstsemesterstudenten fördern können, obwohl ihr Einfluss auf die Stigmatisierung begrenzt zu sein scheint. Zukünftige Forschungen sollten untersuchen, wie man Interventionen mit demografisch relevanten Erzählungen und stigmafokussierten Inhalten anpassen kann, um die Wirksamkeit zu maximieren. • Die Studie bewertet eine vierwöchige, internetbasierte digitale Erzählintervention, die sich an Universitätsstudenten richtet. • Die Intervention führte zu signifikanten Zunahmen im Wissen über Depressionen. • Die Intervention verbesserte die Einstellungen zur Suche nach professioneller psychologischer Hilfe. • Die Intervention reduzierte nicht signifikant die allgemeine Stigmatisierung oder die soziale Stigmatisierung im Zusammenhang mit Hilfe-suchen. • Die Effekte auf Wissen und Hilfe-suchende Einstellungen wurden beim Follow-up nach drei Monaten aufrechterhalten.
Ömer Özer (Sun,) studierte diese Frage.
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