Dieser Artikel untersucht die sich verändernden Machtverhältnisse in Lateinamerika, wobei der Rückgang des Einflusses der Vereinigten Staaten (USA) und Chinas wachsende wirtschaftliche Präsenz seit den frühen 2000er Jahren im Mittelpunkt stehen. Während die USA ihre geopolitischen Prioritäten verlagerten, erweiterte China seinen Handel und seine Investitionen in der Region und wurde zu einem wichtigen Partner für viele lateinamerikanische Volkswirtschaften. Der Artikel argumentiert, dass Chinas Engagement in der Region die Dominanz der USA in einigen Bereichen verringert hat, aber auch neue Abhängigkeiten geschaffen hat, die den Streben der lateinamerikanischen Länder nach Autonomie entgegenstehen, durch die Linse von Abhängigkeits- und Autonomietheorien. Die wirtschaftlichen Beziehungen Chinas zu Argentinien, Brasilien und Mexiko von 2000 bis 2022 werden untersucht, wobei empirische Daten zu Handels- und Investitionsströmen verwendet werden. Der Artikel hebt hervor, wie Chinas zunehmender Einfluss die Autonomie, langfristige Entwicklungsprognosen und strategische Ausrichtungen neu gestaltet. Durch die Untersuchung der unterschiedlichen Haltungen der drei größten lateinamerikanischen Volkswirtschaften in ihrem Engagement mit China soll dieser Artikel die Diskussion über die Autonomie der Region und Chinas Rolle dabei bereichern.
Çoban et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.