Zusammenfassung Der Begriff „traditioneller Olivenhain“ wird weit verwendet, bleibt aus wissenschaftlicher Sicht jedoch ungenau. Trotz dieser Unschärfe sind traditionelle Olivenhaine bereits Gegenstand spezifischer Subventionen und differenzierter Behandlungen durch öffentliche Verwaltungen, da sie als weniger wirtschaftlich wettbewerbsfähig im Vergleich zu intensiven oder superintensiven Systemen angesehen werden, während sie überlegene Umwelt- und Sozialvorteile bieten. Der Begriff wird auch als Marketinginstrument auf Etiketten für Olivenöl verwendet, um Produkte aufgrund dieser spezifischen Herkunft zu unterscheiden. Diese Studie zielt darauf ab, das Konzept der traditionellen Olivenhaine in Spanien aus einer konzeptionellen, quantitativen und räumlichen Perspektive zu betrachten. Zu diesem Zweck haben wir zunächst die wissenschaftliche und graue Literatur zu dieser Art des Olivenanbaus sowie die Vorschriften und anderen Ressourcen bewertet, die darauf abzielen, ihre fortdauernde Existenz zu fördern. Das Hauptresultat ist, dass, obwohl zahlreiche Quellen auf das Konzept der „traditionellen Olivenhaine“ verweisen, es keinen klaren Konsens über eine konzeptionelle Definition des Begriffs gibt. Anschließend entwickelten wir eine räumliche Datenbank unter Verwendung der 2023-Version des geografischen Informationssystems für landwirtschaftliche Parzellen (SIGPAC) als Hauptquelle. Aus dieser Datenbank haben wir Schlüsselfaktoren ausgewählt, um verschiedene Identifikationskriterien basierend auf agronomischen und wirtschaftlichen Kriterien festzulegen. Das Hauptergebnis ist eine statistische und räumliche Definition dessen, was wir als „wirtschaftlich anfällige Olivenhaine“ identifizieren. Die Ergebnisse dieser Forschung unterstützen die gezielte Gestaltung von politischen Maßnahmen zur Unterstützung von Olivenölproduzenten, die in diesen weniger wettbewerbsfähigen Systemen arbeiten, die dennoch wertvolle öffentliche Güter bereitstellen.
Garrido-Almonacid et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.