Die weitverbreitete Integration von inverterbasierten dezentralen Erzeugern (IIDGs) schränkt die Anpassungsfähigkeit des herkömmlichen dreistufigen Überstromschutzes in Verteilungsnetzen (DNs) erheblich ein. Um die schwache ländliche Infrastruktur und unvollständige Fehlersichtdaten zu adressieren, schlägt dieser Artikel eine dynamische adaptive Stromschutzstrategie für aktive Verteilungsnetze (ADNs) gegen zweiphasige Kurzschlussfehler (TPSCFs) vor, die lokale Sequenzkomponenten verwendet. Zuerst leiten wir analytische Ausdrücke für positive/negative Sequenzstrom/-spannung an den Schutzgeräten der Speisungsausgänge während TPSCFs ab und analysieren, wie die Fehlerausgabe des IIDG diese Komponenten beeinflusst. Basierend darauf wird ein adaptives Schema entwickelt, das nur lokale Messungen verwendet, wobei die Sequenzkomponenten von Spannungs-/Stromausgängen der Speisung als Kriterien dienen. Durch Nutzung der Leitungsimpedanz und -topologie stellt das Schema eine selektive, genaue Identifikation des fehlerhaften Abschnitts unter unvollständigen Messungen sicher und erfordert lediglich Sequenzdaten vom Speisungskopf. Ein DN-Modell mit hoher IIDG-Durchdringung wird in PSCAD/EMTDC erstellt, und TPSCFs unter verschiedenen Bedingungen werden simuliert. Die Ergebnisse zeigen, dass das Schema einen schnellen, zuverlässigen Schutz der gesamten Leitung für TPSCFs in IIDG-durchdrungenen ADNs bietet und die Schutzwirkung verbessert.
Su et al. (Mittwoch) untersuchten diese Fragestellung.