Das Eps15-Homologiedomänenprotein-1 (EHD1) ist eine ATPase und ein entscheidendes regulatorisches Protein der Endozytose, das für die optimale Rezeptorrecycling und die primäre Ziliogenese erforderlich ist. Im vergangenen Jahrzehnt wurde eine zentrale Rolle von EHD1 bei der Teilung von Endosomen identifiziert. Trotz dieser Erkenntnisse gibt es auch zusätzliche Hinweise auf eine potenzielle Funktion von EHD1 bei der Regulation von Mikrotubuli. Hier zeigen wir, dass EHD1 die Verteilung von Endosomen reguliert, während umgekehrt die Zentrosomenverarmung die Lokalisation von EHD1 in Zellen verändert. Wir zeigen, dass endogenes EHD1 in einem Komplex mit verschiedenen endogenen Tubulinen, darunter TUBB3, TUBB1, α-Tubulin und γ-Tubulin, gefunden wird, wobei diese Interaktionen unabhängig von intakten Mikrotubuli sind und als indirekt erscheinen. Das Fehlen wichtiger einzelner EHD1-Interaktionspartner, von denen bekannt ist, dass sie an Tubulin binden, behält die EHD1-Tubulin-Interaktionen bei, was darauf hindeutet, dass entweder mehrere Proteine in der Lage sind, die Verbindung von EHD1 mit Mikrotubuli zu vermitteln, oder dass der verbindende Interaktionspartner noch identifiziert werden muss. Funktionell führt das Fehlen von EHD1 zu einer beeinträchtigten Mikrotubulusregeneration und einer verringerten Verdrängung von Endbindungselementen, was auf eine Rolle für EHD1 bei der Modulation der Dynamik der Mikrotubuli-plus-Enden hinweist. Schließlich scheint die Rolle von EHD1 in der Mikrotubulusregulation evolutionär konserviert zu sein, da C. elegans-Embryonen in der Einzelzelle, die ein funktionell defektes EHD1/RME-1-Protein aufwiesen, eine verstärkte Tubulinakkumulation an den Metaphase-Spindelpole zeigten. Unsere Ergebnisse unterstützen stark eine zuvor unbeachtete Rolle von EHD1 in der Mikrotubulusregulation.
Ashraf et al. (Mittwoch,) haben diese Frage untersucht.