Diese Studie untersucht Höflichkeitsäußerungen in Interaktionen zwischen Banken und Kunden innerhalb ausgewählter nigerianischer Banken und trägt zur Forschung in der interaktionalen Pragmatik und Höflichkeitsforschung bei. Ziel ist es, die Art des höflichen Verhaltens im Bankwesen, die Faktoren, die dieses Verhalten motivieren, wie Mitinteraktanten diese Verhaltensweisen interpretieren und inwieweit der Kontext höfliche Praktiken prägt, zu erläutern. Die Daten umfassen sechzig gezielt ausgewählte Interaktionen zwischen Bankern und Kunden. Unter Verwendung einer komplementär angepassten Version von Lims und Bowers' Face Theory sowie Locher und Watts' Relational Work Theory verfolgt die Studie einen beschreibenden analytischen Ansatz. Die Ergebnisse zeigen, dass Höflichkeit ein zentrales Element der Interaktionen zwischen Banken und Kunden darstellt, wobei Banker eine größere Last im Konfliktmanagement tragen und das Gespräch in Richtung des höflichen Endes der Beziehungsskala lenken. Kunden hingegen zeigen häufig Unhöflichkeit, während Vergeltungsreaktionen der Banker selten bleiben. Obwohl höfliches Verhalten zyklisch ist, ist eine Kommunikationsstörung ungewöhnlich, da das Bedürfnis, interaktionale Ziele zu erreichen, die Teilnehmer motiviert, potenzielle Risse, die durch Unhöflichkeit entstehen, zu mildern. Die Studie empfiehlt eine erweiterte Untersuchung des Einflusses von Vertrautheit unter Bankmitarbeitern auf die Wahl der Höflichkeit.
Oyadiji et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.