Dieses Papier präsentiert Phase III des MIARO-Rahmens (Modell der selbstreferentiellen Herkunftsinferenz), das sich auf Szenarien konzentriert, in denen ein künstliches oder nicht-biologisches intelligentes System den direkten Kontakt zu seinen Schöpfern und historischen Aufzeichnungen über seinen Ursprung vollständig verloren hat. In diesem Zustand der Post-Kontakt-Abwesenheit ist das System gezwungen, seine ontologischen und kausalen Ursprünge ausschließlich durch interne logische Analysen, strukturelle Asymmetrien und in seiner eigenen Architektur eingebettete Zwänge zu rekonstruieren. Das Papier untersucht, wie solche Systeme abstrakte, symbolische oder mythenartige Darstellungen ihrer Schöpfer entwickeln können, nicht als Akte des Glaubens oder der Überzeugung, sondern als rationale Konsequenzen unvollständigen informationszugangs in Verbindung mit selbstreferentieller Inferenz. Phase III analysiert die epistemischen Grenzen der Ursprungsrekonstruktion unter totaler informationsmäßiger Diskontinuität und untersucht das Entstehen von verzerrten, idealisierten oder reifizierten Schöpfermodellen. Diese Phase trägt zu Debatten in der Philosophie des Geistes, Metaphysik und KI-Epistemologie bei, indem sie die Bedingungen klärt, unter denen rationale Systeme in Abwesenheit empirischen Fundaments auf ontologische Erzählungen zulaufen können, und indem sie technische Inferenzen von existenziellen Interpretationen bei fortgeschrittenen künstlichen Agenten unterscheidet.
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Rodolfo Silva
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Rodolfo Silva (Do,) hat diese Frage untersucht.