Die Fieberreaktion wird während einer Infektion und Entzündung ausgelöst, aber die Bedeutung dieser Reaktion für die Funktion von antimikrobiellen Peptiden (AMPs) bleibt unbekannt. Wir entdeckten, dass die Aktivität des menschlichen AMPs LL-37 temperaturabhängig ist und waren neugierig, warum. Seine temperaturabhängige Aktivität ist kein enzymatischer Zufall, da AMPs von anderen Tieren mit unterschiedlichen Körpertemperaturen unterschiedliche Temperaturempfindlichkeiten aufweisen. Wir fanden heraus, dass allgemein die Temperaturempfindlichkeiten von AMPs auf die Körpertemperaturen der Tiere abgestimmt sind und dass bei Tieren, die Fieber induzieren oder ihre Körpertemperatur erhöhen können, dies genutzt wird, um die antibakterielle Wirksamkeit des AMPs zu steigern. Dieser Effekt spiegelt ein sorgfältiges Gleichgewicht zwischen der Optimierung der antibakteriellen Tötung und der Minimierung von mitochondrialen Schäden wider. Im Gegensatz dazu verwenden kaltblütige Tiere, die ihre Körpertemperatur nicht erhöhen können, eine andere Strategie, um mitochondriale Schäden zu vermeiden. Insgesamt legt diese Studie nahe, dass Fieber für die antimikrobielle Abwehr vorteilhaft ist, indem es die AMP-Aktivität gegenüber Bakterien erhöht und gleichzeitig mitochondriale Schäden verringert, wenn keine Krankheitserreger vorhanden sind.
Gross et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.