Rheumatoide Arthritis (RA) ist gekennzeichnet durch chronische Synovitis mit Pannusbildung und fortschreitender Gelenkzerstörung. Das Wachstum des Pannus beruht auf Angiogenese, und Stickstoffmonoxid (NO) trägt zur vaskulären und inflammatorischen Signalgebung bei. Obwohl Pelargonium sidoides (PS) in der experimentellen Arthritis bisher nicht bewertet wurde, deuten frühere Arbeiten darauf hin, dass PS die NO-Produktion in aktivierten Makrophagen modulieren kann. Die Arthritis wurde am Tag 0 mit complete Freund's adjuvant (CFA) induziert. Am Tag 17 wurden Ratten mit ≥ 5 % Pfotenschwellung behandelt. Von Tag 17 bis Tag 27 erhielten die Tiere täglich oral P. sidoides (100, 200 oder 500 mg/kg), Ibuprofen (100 mg/kg) oder Vehikel. Der Pfotendurchmesser wurde während der Behandlung aufgezeichnet. Am Tag 27 wurden Gewebe für die Histopathologie (Entzündung, Angiogenese, Granulombildung, synoviale Hyperplasie) entnommen und Blut auf Nitrit/Nitrat (NOx) sowie oxidative/antioxidative Marker (asymmetrisches Dimethylarginin (ADMA), Malondialdehyd (MDA), Superoxiddismutase (SOD), Katalase und Glutathion) analysiert. Alle Dosen von P. sidoides verringerten das Pfotenödem. Die Dosis von 200 mg/kg führte zu NOx-Werten und synovialen Mikrovaskulaturdichten, die numerisch näher an den Werten gesunder Kontrolltiere lagen; diese Verbesserungen erreichten jedoch im direkten Vergleich zur Vehikelgruppe keine statistische Signifikanz. Andere oxidative Marker zeigten keine konsistenten Veränderungen. Das Plasmaglutathion nahm in den PS-behandelten Gruppen ab, ohne begleitende Erhöhungen von MDA oder Gewichtsverlust, was mit einer erhöhten Nutzung während des Phytochemikalienabbaus und nicht mit ausgeprägter systemischer Toxizität vereinbar ist. Zusammenfassend verbesserte P. sidoides das makroskopische Ödem bei adjuvanter Arthritis und zeigte bei 200 mg/kg numerische Verschiebungen hin zu Kontrollwerten von Plasma-NOx und synovialer Mikrovaskulaturdichte, wobei Studien mit größerer statistischer Aussagekraft benötigt werden, um diese explorativen Gewebeebenen-Signale zu bestätigen.
GÜNDÜZ et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.