Sprache ist ein Mittel, um eine gewünschte Identität auszudrücken und zu verteidigen, indem sozial normative Strategien eingesetzt werden, um eine bevorzugte Identität zu fördern und zu schützen. In dieser qualitativen Sekundäranalyse haben wir die Sprachpraktiken in 30 Interviews mit 15 Erwachsenen mit Diabetes, die Insulinpumpen verwenden, untersucht. Eine induktive thematische Analyse, geleitet von der Identitätsprozess-Theorie, beleuchtete, wie die Teilnehmer ihre bevorzugten Identitäten ausdrückten und verteidigten. Sprachstrategien wie Personifizierung, Humor, Sarkasmus, Metaphern, Vergleiche, co-konstruierten Geschichten und Scherze zeigten Vertrauen zum Zuhörer und die Verbindung des Sprechers zum Diabetes. Metaphern und Vergleiche lieferten eine nachvollziehbare Analogie zur Artikulation von Erfahrungen. Distanzierungsstrategien wie Objektivierung und Sarkasmus spiegelten ein Gefühl von Eigenverantwortung für den Diabetes wider. Der Schutz des Selbstwertgefühls und der Selbstwirksamkeit durch Flüstern und Rechtfertigung war wichtig, wenn Diabetespraktiken als abweichend oder individualisiert beschrieben wurden. Die Aufmerksamkeit der Kliniker für Sprachpraktiken gibt Einblick in Identität und Identitätsbedrohungen auf eine Weise, die direkte Befragungen nicht können.
González et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.