Dieser Artikel untersucht die Darstellung von Männlichkeiten in der indonesischen Literatur für junge Erwachsene in den 1950er Jahren. Der gewählte Zeitraum ist ein bedeutender Marker in der indonesischen Geschichte, da er den Moment darstellt, in dem die neu gegründete Nation ihre nationale Kohäsion festigte. Die zunehmend nationalistische und patriotische Atmosphäre führte zur Entstehung von zwei gegensätzlichen kulturellen Tendenzen: dem nationalistischen und unabhängigen Geist, der typischerweise unter den Bürgern eines neu unabhängigen Landes verbreitet war, gegenüber der Tendenz, indonesische Werte zu bewahren, wobei Letzteres die Unterwerfung unter kollektive gesellschaftliche Normen erforderte. Die kulturellen Werte – nämlich den revolutionären Geist, eine unabhängige Nation zu sein, und den nationalistischen Enthusiasmus, der von jungen Bürgern Zurückhaltung, Loyalität und Beitrag zur Nation verlangte – spiegeln sich in den maskulinen Normen der Literatur wider. Es kann argumentiert werden, dass Formen von Männlichkeit, die in einer Gesellschaft konstruiert werden, eng mit den Dynamiken ihrer soziokulturellen Veränderungen verbunden sind. Darüber hinaus stellt dieser Artikel die monolithische Assoziation maskuliner Normen mit Dominanz, Durchsetzungsvermögen und Individualismus in Frage.
Nur Wulan (Do,) hat diese Frage untersucht.