Angesichts der zunehmenden Abhängigkeit von salzhaltigem Grundwasser in ariden Regionen ist es essenziell zu untersuchen, wie interagierende abiotische Stressfaktoren das Wachstum, die physiologische Leistung und die Produktivität von Tomaten unter verschiedenen Produktionsbedingungen beeinflussen. Diese Studie zielte darauf ab, ausgewählte abiotische Faktoren (einschließlich Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Salzgehalt des Bewässerungswassers), die typisch für das Grundwasser im Nahen Osten sind, zu bewerten, die morphophysiologische Eigenschaften und den Ertrag von Tomaten beeinflussen, die unter Gewächshaus-, Netzhaus- und Freilandbedingungen angebaut wurden. Tomatenpflanzen wurden unter den drei ausgewählten Umgebungen (Gewächshaus, Netzhaus und Freiland) kultiviert, kombiniert mit vier Salzgehaltsstufen (2-5 dS m⁻1). Gemessen wurden Wachstums-, Ertrags- und physiologische Merkmale, einschließlich Pflanzenhöhe, Stämmendurchmesser, Blattanzahl, Fruchteigenschaften, Ertrag pro Pflanze sowie Blattchlorophyll-Indikatoren (SPAD und NDVI). Die Behandlungseffekte wurden statistisch ausgewertet. Wachstums- und Ertragsmerkmale zeigten signifikante Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Salzgehalt, während SPAD und NDVI unabhängig auf jeden Faktor reagierten. Netzhausbedingungen bei niedrigem Salzgehalt führten zu dem höchsten Fruchtgewicht und Ertrag, während höhere Salinität generell die Leistung verringerte, besonders unter Gewächshausbedingungen. Das Fruchtgewicht zeigte starke positive Beziehungen zu vegetativen Wachstumsparametern und Fruchtdurchmesser. Mit zunehmender Salinität nahmen SPAD- und NDVI-Werte konsistent ab, was auf eine abnehmende photosynthetische Kapazität hinweist. Trotz Ertragsrückgängen unter Salinitätsstress milderten kontrollierte Umgebungen den physiologischen Abbau teilweise, mit höheren Chlorophyll-Indizes unter niedrig salzhaltigen Gewächshausbedingungen. SPAD und NDVI korrelierten positiv und bestätigten damit ihre Zuverlässigkeit als Indikatoren des physiologischen Status der Pflanzen. Salinitätsstress beeinträchtigte Tomatenwachstum, Physiologie und Ertrag negativ, wobei die Reaktionen stark durch Umweltbedingungen moduliert wurden. Eine Optimierung sowohl des Salinitätsmanagements als auch der Wachstumsumgebung ist entscheidend für die nachhaltige Tomatenproduktivität in ariden Regionen und Systemen der kontrollierten Umweltlandwirtschaft.
Abbas et al. (Mi,) untersuchten diese Fragestellung.