Die Ansammlung von anaeroben Endprodukten unter Hypoxie kann zu einer Schwellung des Herzens führen, die die Herzfunktion beeinträchtigt. Der kardiale Taurinfluss verhindert, dass dies bei Süßwasserfischen auftritt, doch seine Bedeutung bei Meerestieren ist unklar. Im Salzwasser akklimatisierte Bachforellen (Salvelinus fontinalis Mitchill, 1814) wurden entweder mit einer Kontrolldiät oder einer mit β-Alanin angereicherten Diät gefüttert, um den Taurinfluss zu hemmen. Diätetisches β-Alanin reduzierte die kardialen Taurinspiegel stärker als bei Süßwasser-Bachforellen, und sein Vorläufer Hypotaurin akkumulierte in mehreren Geweben. Im Gegensatz zu Süßwasser-Bachforellen neigte diätetisches β-Alanin dazu, die Ruheherzfrequenz bei Salzwasserfischen zu erhöhen. Weder der Herztau- rin noch die plasmatische Osmolalität wurden in Kontrolltieren durch Hypoxie beeinflusst, aber die plasmatische Osmolalität stieg signifikant bei hypoxischen, taurinmangelnden Fischen an. Die durchschnittliche Herzfrequenzreaktion auf Hypoxie wurde nicht durch β-Alanin beeinflusst, aber die hypoxische Bradykardie wurde bei einigen Fischen eliminiert. Der kardiale Taurinfluss scheint weniger wichtig für die hypoxische Herzfunktion im Salzwasser zu sein, ist jedoch entscheidend für die osmoregulatorische Kontrolle des gesamten Tieres. Wir veranschaulichen außerdem mehrere salinitäts- spezifische Effekte von diätetischem β-Alanin auf die Physiologie und Biochemie dieser Art. Diese Ergebnisse verbessern unser Verständnis der osmoregulatorischen Mechanismen bei Fischen und wie die Stressresistenz durch diätetische Veränderungen beeinflusst werden kann.
Sevcik et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
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