Hintergrund: Die zugrunde liegenden Mechanismen der kognitiven Beeinträchtigung bei Patienten mit weißen Substanzhyperintenitäten (WMHs) sind weitgehend unklar. Eine glymphatische Dysfunktion, gemessen am Diffusions-Tensor-Bildgebung entlang des perivaskulären Raums (DTI-ALPS)-Index, wurde mit kognitivem Abbau bei verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Zielsetzung: Diese Studie untersucht den potenziellen Zusammenhang zwischen glymphatischer Dysfunktion, gemessen am DTI-ALPS-Index, und kognitiven Beeinträchtigungen bei Patienten mit WMHs. Methoden: Insgesamt wurden 88 Patienten mit unterschiedlichen Schweregraden von WMHs (leicht = 25, mittelschwer = 34, schwer = 29) sowie 32 alters- und geschlechtsangepasste gesunde Kontrollpersonen rekrutiert. Alle Teilnehmer unterzogen sich umfassenden neuropsychologischen Untersuchungen und MRT-Scans. Wir verglichen demografische Daten, kognitive Funktion und DTI-ALPS-Indizes zwischen Patienten mit WMHs und Kontrollen und evaluierten die Korrelation zwischen kognitiven Beeinträchtigungen und dem DTI-ALPS-Index. Ergebnisse: Abgesehen von Bluthochdruck waren die demografischen Merkmale in den vier Gruppen vergleichbar. Patienten mit WMHs zeigten signifikante Beeinträchtigungen im emotionalen Befinden, der globalen Funktion, der Sprachfunktion, dem Gedächtnis, der Verarbeitungsgeschwindigkeit und der kognitiven Flexibilität. Eine Reduktion von LeftALPS, RightALPS und MeanALPS wurde bei Patienten mit WMHs beobachtet, wobei diese Abnahmen signifikant negativ mit dem Volumen der WMHs korrelierten (LeftALPS, R = -0,381, PFDR < 0,001; RightALPS, R = -0,423, PFDR < 0,001; MeanALPS, R = -0,476, PFDR < 0,001). Nach FDR-Korrektur zeigte MeanALPS eine signifikante Korrelation mit der Sprachfunktion (S-VFT: R = 0,338, PFDR = 0,030), während Trends zwischen MeanALPS und emotionalem Befinden, globaler Funktion, Gedächtnisfunktion sowie Verarbeitungsgeschwindigkeit erkennbar waren. Schlussfolgerung: Kognitive Beeinträchtigungen bei Patienten mit WMHs sind eng mit einem verringerten DTI-ALPS-Index verbunden, insbesondere bei Verschlechterung der weißen Substanzläsionen. Glymphatische Dysfunktion könnte eine entscheidende Rolle bei dieser kognitiven Beeinträchtigung spielen, wodurch der DTI-ALPS-Index als potenzieller Biomarker für kognitive Beeinträchtigungen bei Patienten mit WMHs dienen könnte.
Du et al. (Sun,) untersuchten diese Fragestellung.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: