In den wissenschaftlichen Disziplinen treten Systeme manchmal abrupten Übergängen auf, bei denen ihre internen Dynamiken nicht mehr funktionieren. Kosmologische Singularitäten, biologische Ursprungsereignisse, Finanzkrisen und Paradigmenwechsel haben alle ein gemeinsames Merkmal: den Zusammenbruch zuvor gültiger dynamischer Beschreibungen. Dieses Papier schlägt einen einheitlichen Rahmen basierend auf den strukturellen Grenzen der dynamischen Ableitbarkeit vor. Wir argumentieren, dass jedes dynamische System innerhalb eines strukturell zulässigen Bereichs operiert, der durch Bedingungen definiert ist, die nicht von der Dynamik selbst erzeugt werden. Wenn sich die Systemtrajektorien der Grenze dieses Bereichs nähern, können die geltenden Gesetze im Allgemeinen nicht erweitert werden, was zu einem strukturellen Bruch führt. Durch die Trennung der dynamischen Evolution von der strukturellen Zulässigkeit erklärt die Theorie, warum katastrophale Übergänge oft rückblickend verständlich, jedoch intrinsisch schwer aus den internen Dynamiken allein vorherzusagen sind. Der vorgeschlagene Rahmen bietet eine allgemeine Theorie des Zusammenbruchs, die für Physik, Biologie, Wirtschaft und technologische Systeme anwendbar ist.
Claudio Bresciano (2026) untersuchte diese Frage.