Diese Studie bewertet den hydrogeologischen Rahmen des Böhmischen Kreidebeckens (Tschechische Republik) neu, wo vorläufige Erhebungen unerwartet altes Grundwasser in mehreren Quellen und Förderbrunnen identifizierten. Die traditionelle Unterscheidung in ein cenomanisches (A) und ein einziges turonisches (C) Grundwasserleiter konnte die beobachteten Unterschiede im hydraulischen Druck und das Vorkommen von altem Grundwasser nicht erklären. Durch die Integration der räumlichen Korrelationen von hunderten von Bohrprotokollen mit hydraulischen Druckdaten, Umwelttracern (Chemie, 2H, 3H, 13C, 14C, 18O, 39Ar, 85Kr, CFCs, SF6 und Edelgase) und Feldmessungen haben wir objektiv die hydrostratigraphische Architektur des Beckens abgegrenzt. Die Ergebnisse zeigen drei distincte Aquiferen (A, Ca und Cb) und stellen langjährige Interpretationen in Frage. Mehrere Flusssysteme wurden identifiziert, mit mittleren Aufenthaltszeiten des alten Wassers von über 300 Jahren. Die hydrogeochemischen und isotopischen Beweise bestätigten die Vermischung von holozänem Grundwasser zwischen den Aquiferen Ca und Cb und schlossen typisches fossiles Grundwasser aus dem Aquifer A aus. Diese Ergebnisse heben die Notwendigkeit eines Multi-Proxys-Ansatzes zur Validierung konzeptioneller Modelle in scheinbar „gut verstandenen“ Regionen hervor. Die neu charakterisierte Unterteilung der turonischen Aquiferen ist entscheidend für den Schutz alter Grundwasserressourcen, die Optimierung des Designs von geothermischen und Wasserversorgungsbrunnen zur Vermeidung hydraulischer Kurzschlüsse und die Identifizierung zuvor nicht erkannter Grundwasserressourcen, die derzeit in den Fluss Jizera entwässern.
Bruthans et al. (Sat,) untersuchten diese Frage.
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