Diese qualitative Studie untersucht die Sprachideologien rund um Code-Switching und puerto-ricanisches Spanisch bei puerto-ricanischen bilingualen Sprecher*innen in Massachusetts und fokussiert darauf, wie diese Ideologien mit der Identitätskonstruktion in der Diaspora interagieren. Die Teilnehmer*innen beschrieben ihren eigenen Sprachgebrauch häufig als Spanglish und betonten sowohl seine praktische Rolle in der alltäglichen Kommunikation als auch seine Bedeutung als Marker kultureller und sprachlicher Identität. Basierend auf Daten, die durch soziolinguistische Interviews und Fokusgruppen erhoben wurden, erforscht diese Studie, wie die Teilnehmer*innen Code-Switching nicht nur als kommunikative Strategie, sondern auch als bedeutungsvolle Ausdrucksform puerto-ricanischer Identität wahrnehmen. Obwohl negative Ideologien weiterhin bestehen – die Code-Switching als sprachliche Unzulänglichkeit darstellen – konzentriert sich diese Studie darauf, wie Sprecher*innen diese Ansichten innerhalb ihrer Gemeinschaften aktiv verhandeln und neu definieren. Das puerto-ricanische Spanisch, geprägt durch historischen Kontakt mit dem Englischen und soziopolitische Verbindungen zu den USA, bietet eine einzigartige Perspektive zur Erforschung dieser Dynamiken. Die Ergebnisse legen außerdem nahe, dass mediale Darstellungen, insbesondere durch Musikgenres wie Reggaetón, zur Gestaltung und Reflexion von Sprachideologien beitragen. Indem die Stimmen der Sprecher*innen im Mittelpunkt stehen, trägt dieser Beitrag zum Verständnis bei, wie Sprachideologien geformt werden und durch bilinguale Praktiken geprägt sind und wie Code-Switching als Form von sprachlicher Staatsbürgerschaft in der puerto-ricanischen Diaspora fungiert.
Claudia Matachana López (Mon,) bearbeitete diese Fragestellung.