Zusammenfassung Ziele Das metabolische Syndrom (MetS) ist eine multifaktorielle Erkrankung, die mit einem erhöhten kardiometabolischen Risiko verbunden ist. Diese explorative Studie zielte darauf ab, die Assoziationen zwischen fünf Kandidaten einzelner Nukleotidpolymorphismen (SNPs) und ihren Haplotypen mit MetS bei Kindern im Alter von 6–11 Jahren aus Nordvietnam zu untersuchen. Methoden Insgesamt wurden 547 Kinder im Alter von 6–11 Jahren einbezogen, darunter 39 Kinder mit MetS und 508 Kontrollen. MetS wurde anhand altersabhängiger Kriterien basierend auf modifizierten Definitionen der International Diabetes Federation und des National Cholesterol Education Program definiert. Die Genotypisierung von APOE -rs429358, APOE -rs7412, FTO -rs6499640, MC4R -rs17782313 und TMEM18 -rs6548238 wurde mittels polymerase chain reaction–restriction fragment length polymorphism-Analyse durchgeführt. Eine multivariable logistische Regression, angepasst für Alter, Geschlecht und Region, wurde angewandt. Ergebnisse MC4R -rs17782313 zeigte eine signifikante Assoziation mit MetS. Nach dem rezessiven Modell war der C/C Genotyp mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für MetS nach Anpassung assoziiert (OR=2.28, p=0.005). Eine log-additive Assoziation wurde ebenfalls beobachtet (OR=2.03, p=0.014). Für die anderen SNPs wurden keine signifikanten Assoziationen festgestellt. Die Haplotypanalyse deutete darauf hin, dass drei fünf-lokus Kombinationen mit einem höheren MetS-Risiko im Vergleich zum häufigsten Haplotyp (T–C–G–T–C) assoziiert waren (alle p<0.05). Schlussfolgerungen Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass MC4R rs17782313 zur Anfälligkeit für MetS in dieser Population beitragen könnte. Angesichts der begrenzten Zahl von MetS-Fällen sollten die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden und erfordern eine Validierung in größeren pädiatrischen Kohorten und mechanistischen Studien.
Nguyen et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.