Dieser Artikel untersucht, wie öffentlich kontrollierbare, zugängliche und integrierte Echtzeit-Online-Haushaltsysteme, unterstützt durch durchsetzbare Strafen, Korruption reduzieren und die Wertschöpfung der Regierung steigern können. Anhand einer abduktiven Argumentation und einer eingehenden Fallstudie über Nigeria vergleicht die Studie auch ausgewählte afrikanische Initiativen zu Haushaltsführung, die auf Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) basieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Geheimhaltung ein zentrales Mechanismus zur Aufrechterhaltung von Haushaltskorruption bleibt, während die Bürgerüberwachung und digitale Beteiligung an einem vollständig offenen Haushalt, der die Zuschüsse von Bund, Ländern und Kommunen umfasst, Transparenz und Verantwortlichkeit stärken können. Das wertschöpfende Potenzial solcher Systeme wird jedoch durch begrenzte technische Kapazitäten, schwache Durchsetzung und politischen Widerstand eingeschränkt. Basierend auf Theorien des Marketingaustauschs und der Principal-Agent-Beziehungen argumentiert der Artikel, dass Geheimhaltung in Haushaltsprozessen den implizierten gesellschaftlichen Vertrag zwischen Regierung und Bürgern untergräbt. Er konzipiert öffentlich zugängliche Haushaltsführung als einen Prozess der Wertschöpfung mit mehreren Interessengruppen und schlägt digital unterstützte Reformen vor, die auf Afrikas institutionelle und soziokulturelle Kontexte abgestimmt sind.
Tolu Olarewaju (Thu,) hat diese Frage untersucht.