Seit über einem halben Jahrhundert umfasst die Flüssigkeitsresuscitation traditionell Kristalloide zur Volumenausdehnung und Kolloide für potenzielle onkotische Vorteile. Das Paradigma könnte sich jedoch nun ändern. Die Entwicklung multifunktionaler Reanimationsflüssigkeiten entwickelt sich schnell. Diese Flüssigkeiten integrieren mehrere therapeutische Komponenten. Statt als einfache Volumenexpander zu fungieren, agieren sie als fortschrittliche therapeutische Plattformen, die darauf ausgelegt sind, mehrere pathologische Bedingungen gleichzeitig anzuvisieren. Sie korrigieren Hypovolämie, mildern systemische Entzündungen und Koagulopathien, verbessern die Organperfusion und den Sauerstofftransport und unterstützen die Gewebeheilung bei Zuständen wie Schock, endotheliale Dysfunktion und oxidativem Stress. Dieser Artikel überprüft die grundlegenden Konzepte, die den multifunktionalen Reanimationsflüssigkeiten zugrunde liegen und untersucht deren potenzielle klinische Anwendungen. Außerdem werden die Vor- und Nachteile basierend auf aktuellen präklinischen und frühen klinischen Studien bewertet und zukünftige Richtungen skizziert, die notwendig sind, um diese vielversprechenden Lösungen vom Labor an das Krankenbett zu übertragen.
Liu et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.