Die hohe Durchdringung von dezentralen Photovoltaik(DPV)-Systemen stellt aufgrund ihrer Intermittierbarkeit und Volatilität erhebliche Herausforderungen für die Spannungsstabilität in Verteilnetzen dar. Die Diversifizierung der Wechselrichtersteuerstrategien, insbesondere das Nebeneinander von netzbildenden (GFM) und netzverfolgenden (GFL) Wechselrichtern, schafft komplexe hybride Integrationsszenarien. Die Koordination dieser Wechselrichtertypen mit traditionellen Geräten wie Belastungsschaltrufstellen (OLTCs) und Parallelkondensatorbänken (SCBs) zur effektiven Spannungsregelung ist daher eine entscheidende Aufgabe. Diese Studie entwickelt eine neuartige zweistufige aktiv-reaktive koordinierte Spannungsregelungsstrategie. Es wird ein umfassendes Spannungsregelungsmodell für hybride Wechselrichtersysteme etabliert, gefolgt von der Formulierung eines zweistufigen Optimierungsrahmens. Dieser Rahmen entkoppelt die Optimierung von Wirkleistung und Blindleistung: Die obere Ebene minimiert die gesamten täglichen Betriebskosten, die untere Ebene minimiert die durchschnittliche Knotenpunkt-Spannungsabweichung, wobei eine iterative Kopplung zwischen beiden stattfindet. Zur Handhabung der diskreten Natur von OLTCs und SCBs wird der Fisher-Algorithmus zur optimalen Segmentierung angewandt, um deren optimale Aktionszeitpunkte und Einstellungen zu bestimmen und mechanische Bedienungen zu minimieren. Fallstudien am IEEE-33-Knoten-Netz bestätigen, dass die vorgeschlagene Strategie im Vergleich zu herkömmlichen Methoden überlegene Leistungen erzielt, mit verbesserter Spannungsregelungsgenauigkeit, gesteigerter wirtschaftlicher Effizienz und einer signifikanten Reduktion der Schaltvorgänge.
Cui et al. (Do,) haben diese Fragestellung untersucht.