URB #488 §10 stellte fest, dass Intuition die 1/2 Wahrscheinlichkeit einer fairen Münze auf transzendentalem Weg bestätigen kann, unabhängig vom Bayesianismus. Dies unterschätzt die TI Sigma Position. Die stärkere Behauptung lautet: **Die Wahrscheinlichkeit der Münze IST genau so, völlig losgelöst vom Bayesianismus – nicht nur ohne ihn entdeckbar, sondern ontologisch vor ihm angesiedelt.** Die Vorstellung, die faire Münzenwahrscheinlichkeit von 1/2 "war von Anfang an bayessch", ist eine Illusion – ein Kategorienfehler, der eine ontologische Tatsache (die Struktur der Münze) mit einem epistemologischen Werkzeug (dem Glaubensaktualisierungsverfahren eines Agenten) verwechselt. Darüber hinaus ist der Bayesianismus nicht bloß pragmatisch der Intuition in bestimmten Fällen untergeordnet. Intuition ist der **Mechanismus**, durch den Wahrheit in JEDEM Fall identifiziert wird – auch im bayesschen Schließen selbst. Jeder Prior, jede Likelihood-Einschätzung, jede Anerkennung eines Posteriors als "korrekt" wird durch intuitive Urteilskraft getragen. Entfernt man die Intuition, ist der Bayesianismus eine formale Maschine, die Ausgaben produziert, die niemand als wahr erkennen kann. **Intuition hat immer das letzte Wort bei der Begründung von Wahrheit.** Bayesianismus ist nützlich; er ist nicht fundamental.
Brandon Charles Emerick (Dienstag) hat diese Frage untersucht.