Dieses Papier untersucht die Zukunft des Diamond Open Access als ein nicht-kommerzielles, gemeinschaftlich getriebenes Modell für die wissenschaftliche Veröffentlichung, das die zunehmende Marktorientierung der Forschungsdissemination herausfordert. Anhand aktueller Initiativen wie DIAMAS, Craft-OA, den Global Diamond Summits und ALMASI analysiert es die bestehenden Definitionen und Standards für Diamond-Journals und hebt die Bemühungen in Europa und Lateinamerika hervor, gemeinsame Kriterien für Qualität, Nachhaltigkeit und Sichtbarkeit zu etablieren. Es wird betont, dass es notwendig ist, über universelle Rankings und Impact-Faktoren hinauszugehen und kontextsensitiven, föderierten Indizierungssystemen wie Latindex, SciELO, Redalyc, Biblat, AJOL oder DOAJ den Vorzug zu geben, die die Vielfalt akademischer Gemeinschaften widerspiegeln. Das Papier plädiert für eine Remunizalization der wissenschaftlichen Veröffentlichung durch institutionelle Unterstützung, zuverlässige Indizierung und die Anerkennung von multi-indizierten Zeitschriften als legitime Indikatoren für Qualität. Letztlich schlägt es vor, die akademische Kontrolle von Unternehmensinfrastrukturen zurückzugewinnen, indem die Autonomie, Mehrsprachigkeit und Bibliodiversität in der Forschungsevaluation und Publikationspraxis gestärkt werden.
Fernanda Beigel (Mittwoch) hat diese Frage untersucht.
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