Abstract Einführung Nucleolin (NCL) ist ein multifunktionales nukleäres Protein, das mit Chromatin interagiert und die Ribosomenbiogenese, das Zellwachstum und die Transkription reguliert. Abweichende NCL-Expression wurde in mehreren soliden Tumoren berichtet, und NCL kann auch an der Zelloberfläche lokalisiert sein, wo es als Rezeptor für Proteine, Lektine und Viren fungiert. Diese Ergebnisse wecken das Interesse an NCL als potenziellem therapeutischen Ziel. Wir untersuchten die Expression von NCL im Brustkrebs und erkundeten seine klinischen und therapeutischen Implikationen. Methoden Die NCL-Expression wurde in Brustkrebsgeweben untersucht und mit Tumorstadium, molekularem Subtyp, Rezeptorstatus und Überlebensraten korreliert. Validierungen und erweiterte Analysen wurden unter Verwendung der TCGA-Datensätze durchgeführt. Ergebnisse Brustkrebsgewebe zeigte signifikant höhere NCL-Expression im Vergleich zu normalen Brustgeweben (P = 0,025). Patienten mit hoher NCL hatten signifikant kürzere Gesamtüberlebenszeiten (P = 0,013) und reduzierte krankheitsfreie Überlebenszeiten (P = 0,009). Stärkere Assoziationen wurden in Tumoren mit hoher Aromatase (P = 0,011), niedrigem EGFR (P = 0,004) und hohem ERBB4 (P = 0,007) beobachtet. TCGA-Daten zeigten weiterhin, dass die NCL-Expression stark mit den Patientenreaktionen auf neoadjuvante Chemotherapie (P = 7,2 × 10−7) und adjuvante Chemotherapie (P = 0,021) korreliert war, insbesondere in TNBC- und Luminal-A-Subtypen, jedoch nicht in HER2(+)/ER(−) Cancers. Schlussfolgerungen NCL wird im Brustkrebs abweichend exprimiert und ist mit schlechten klinischen Ergebnissen assoziiert. Subgruppen mit unterschiedlichen molekularen Eigenschaften zeigen stärkere Assoziationen und heben Chancen für NCL-targeted therapeutische Ansätze hervor.
Xiang et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.