Hintergrund: Die Arbeit in der Pflege erfordert erhebliche emotionale, kognitive und körperliche Anstrengungen, weshalb Peer-Unterstützung eine wesentliche Ressource zur Aufrechterhaltung des Wohlbefindens und der Resilienz darstellt. Peer-Unterstützung unter Pflegekräften ist ein kollaborativer Prozess, bei dem Pflegekräfte sich gegenseitig unterstützen. Obwohl in einigen Organisationen formelle Peer-Unterstützungsprogramme vorhanden sind, bleibt die informelle, alltägliche Unterstützung, die der klinischen Praxis zugrunde liegt, weniger gut verstanden. Ziele: Diese Studie untersuchte die Erfahrungen klinischer Pflegekräfte mit informeller Peer-Unterstützung in einem Akutkrankenhaus in Singapur. Methoden: Zwölf registrierte Pflegekräfte wurden durch ein gezieltes Sampling rekrutiert, und zwischen Juni und Dezember 2024 wurden halbstrukturierte Interviews durchgeführt. Die Interviews wurden audioaufgezeichnet, wortgetreu transkribiert und thematisch mithilfe von Braun und Clarkes sechsstufigem Ansatz analysiert. Ergebnisse: Vier Themen wurden identifiziert: (1) Peer-Unterstützung erfordert Einsatz und Absichtlichkeit, (2) Grenzen gestalten, wie Unterstützung ausgehandelt wird, (3) Führung prägt die Kultur der Unterstützung und (4) Peer-Unterstützung fördert Resilienz und Bindung. Informelle Unterstützung wurde als psychologisch komplex, aber entscheidend für Resilienz, Arbeitszufriedenheit und Nachhaltigkeit der Praxis erlebt. Schlussfolgerungen: Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit für Gesundheitseinrichtungen, psychologische Sicherheit zu fördern und informelle Unterstützungsmechanismen zu stärken, um das Wohlbefinden der Pflegekräfte zu schützen und die Bindung zu fördern.
Mo et al. (Dienstag) haben diese Frage untersucht.