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Die Vorstellung von globaler Bürgerschaft begleitet uns seit etwa 450 v. Chr., als Sokrates behauptete, sein Herkunftsland sei 'die Welt'. Etwa 100 Jahre später machte Diogenes der Kyniker eine ähnliche Erklärung als 'Bürger der Welt'. Diese Empfindungen wurden im zweiten Jahrhundert n. Chr. widerhallt, als Marcus Aurelius seine berühmte Erklärung abgab: 'Meine Stadt und mein Land, soweit ich Antonius bin, ist Rom; aber soweit ich ein Mensch bin, ist es die Welt'. In jüngerer Zeit hat Martha Nussbaum in Reaktion auf einen Artikel von Richard Rorty, der die Vorzüge von 'nationalem Stolz' und 'einem Gefühl der nationalen Einheit' lobte, ebenfalls erklärt, sie sei eine 'Bürgerin der Welt'. Trotz dieser langen Geschichte von Ansprüchen auf globale oder weltweite Bürgerschaft wird hier argumentiert, dass die Vorstellung nicht nur problematisch, sondern auch unerwünscht ist.
Brett Bowden (Mi) hat diese Frage untersucht.