Maritime Aktivitäten tragen weltweit erheblich zur Plastikverschmutzung in den Ozeanen bei, insbesondere in Regionen, die entlang internationaler Seewege wie der Türkei liegen. Die Dardanellen fungieren als wichtiger maritimer Zugang zwischen der Ägäis, dem Marmara-Meer und dem Schwarzen Meer, was einen starken Schiffsverkehr ermöglicht, der anschließend Plastikverschmutzungen über große Bereiche des Mittelmeers und darüber hinaus dispergiert. Daher wurde in dieser Studie zum ersten Mal eine Materialflussanalyse angewandt, um potenzielle Quellen und Wege von Makro- und Mikroplastik aus 12 Schiffskategorien, einschließlich Fischereiflotten, Handelsschiffen, Kreuzfahrtschiffen und Militärschiffen im nördlichen Ägäischen Meer, zu schätzen. Dieser Ansatz liefert Einblicke in die Vielfalt der Quellen und Wege, hebt vorrangige Bereiche für Maßnahmen hervor und identifiziert zusätzliche Wissenslücken. Durch schätzungsbasierte Analysen des Materialflusses wurde festgestellt, dass Abfälle aus Makro- und Mikroplastik mit durchschnittlich 14.965 Tonnen/Jahr der größte Beitrag zur marinen Plastikverschmutzung leisten, gefolgt von Antifouling-Partikeln mit 5.848,5 Tonnen/Jahr. Insgesamt bietet diese Studie eine umfassende Bewertung der von Schiffen verursachten Plastikverschmutzung in einem strategisch wichtigen maritimen Korridor und betont die potenziellen Auswirkungen auf das breitere marine Ökosystem.
Zeytünlü et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.