Zusammenfassung Neuere Studien ordnen Gruppe 3/4 Medulloblastome (G3/4 MBs) der glutamatergischen Linie abgeleitet vom Rhombic Lip (RL) zu, was darauf hindeutet, dass ein gestörtes Differenzierungsprogramm ihrer malignen Evolution zugrunde liegt. Es bleibt jedoch unklar, ob diese Tumore die Plastizität behalten, um innerhalb dieses Linienrahmens zu wechseln, und wie sich ihre Zellzustände als Reaktion auf die Therapie umgestalten. Um diese Fragen zu beantworten, konstruierten wir ein Einzelzell-Multiomics-Atlas von G3/4 MBs unter Verwendung von 84 Tumorproben von 38 Patienten, darunter 7 longitudinal übereinstimmende Fälle, die durch das Brain Tumor Center der University of California, San Francisco (UCSF BTC) und das Children's Brain Tumor Network (CBTN) gesammelt wurden. Aus diesen Proben generierten wir Einzelkern-Transkriptom- und Chromatin-Zugänglichkeit Profile aus 57 gefrorenen Proben und räumliche Transkriptom-Profile aus 27 FFPE-Proben mit Visium und Xenium. Wir integrierten auch Einzelzell-Linienverfolgungsdaten aus intrakraniellen Xenotransplantaten, die von zwei G3 MB Zelllinien abgeleitet sind. Genetische Linienverfolgung, die statische Barcodes mit endogenen Mutationen integriert, zeigte, dass Xenotransplantate die entwicklungsbedingte Zelltypzusammensetzung von behandlungsnaiven primären menschlichen MBs nachbilden, wobei barcode-definierte individuelle Klone hochähnliche und stabile Zelltypanteile aufrechterhalten. Der Vergleich von übereinstimmenden primären und rezidivierenden klinischen Tumoren ergab keine wesentlichen Unterschiede in der Entwicklungszusammensetzung. Trotz dieser Stabilität zeigte die phylogenetische Analyse eine deutlich erhöhte Plastizität in rezidivierenden Tumoren, angetrieben durch Dedifferenzierungsübergänge von unipolaren Bürstenzell-ähnlichen Zuständen zu RL Vorläufer-ähnlichen Zuständen. Tumorregionen, die hohe Plastizität aufwiesen, waren räumlich gruppiert und entsprachen strukturell ungeordneten Bereichen. Unsere Arbeit etabliert die Zellstaats-Plastizität als ein definiertes Merkmal von rezidivierenden G3/4 MBs und bietet einen mechanistischen Rahmen für das Verständnis der Rezidive nach der Therapie. Zitierformat: Bohyeon Yu, Emanuele Filiberto Rosatti, Jangham Jung, Abhinav Jain, Joanna Phillips, Aaron Antonio Diaz. Integrierte räumliche und genetische Linienverfolgung deckt Zellstaats-Plastizität auf, die Rezidive bei Gruppe 3 und Gruppe 4 Medulloblastom zugrunde liegt. In: Beiträge des American Association for Cancer Research Annual Meeting 2026; Teil 1 (Regelmäßige Zusammenfassungen); 2026 Apr 17-22; San Diego, CA. Philadelphia (PA): AACR; Cancer Res 2026;86(7 Suppl):Abstract nr 1419.
Yu et al. (Fr,) untersuchten diese Frage.